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Nitrierverfahren

Unter „Nitrieren“ bzw. „Aufsticken“ versteht man eine Wärmebehandlung, bei der durch thermochemische Diffusion zwischen 400 und 580°C, die Randschicht von Fe-C-Werk­stoffen durch Stickstoff angereichert wird. Ist  zusätzlich das Element C (=Kohlenstoff) am Nitrierprozess beteiligt, spricht man von „Nitrocarburieren“. Weitere Elemente wie Schwefel und Sauerstoff können zugegeben werden.

Wesentliches Ziel der Verfahrensentwicklungen ist es, Gebrauchseigenschaften ähnlich denen von einsatzgehärteten Bauteilen zu erzielen. Jedoch sollten die bei Einsatzhär­tungen obligatorischen Nacharbeiten vermieden werden durch deutlich geringere Maß- und Formänderungen.

Im Idealfall soll das Nitrierverfahren als „Finish-Verfahren“
der spanenden Endbearbeitung nachgeschaltet sein.

Verfahrenstechnisch wird unterschieden zwischen Salzbad-, Gas-, Plasma- und Pulververfahren.

Ein modernes Verfahren, auf der Basis einer umweltfreundlichen PULS-PLASMA-Technik, mit besonderen verfahrens- und produkttechnologischen Vorteilen, wurde von unserer Firma erstmals in den Jahren 1993/94 im südwestdeutschen Raum erprobt und eingeführt.

Aus über 20 Jahren Erfahrung mit dieser bis heute noch führenden Plasmadiffusions­techno­logie resultiert ein großes Potential an Wissen von einem breiten Spektrum an eisenmetallischen Werkstoffen.